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Liebe Leser & Leserinnen, liebe Freunde & Freundinnen von XTRA!

MAHNMAL?! VIELLEICHT DOCH NOCH…

Die unendliche Geschichte der Peinlichkeiten geht in die nächste Runde: Seit 20 Jahren – XTRA! berichtete hinlänglich und ausführlich (zuletzt in Ausgabe 374) – steht das Anliegen im queeren Raum, in Wien ein Mahnmal für die homosexuellen & transgender Opfer des NS-Regimes zu etablieren…

Vorab mit dem Verweis auf die Hrdlicka-Monolithen im Gedenken an „sämtliche Opfer“ von Krieg und Faschismus am Albertinaplatz abgeschmettert (bei denen im erklärenden Begleit-Text allerdings auf die LGBTIQ*-Gruppierung wohlweislich „vergessen“ worden war), wurde 2005 ein solches Mahnmal definitiv in Aussicht gestellt, das nach Ausschreibung & Wahl durch den Fonds „KÖR – Kunst im öffentlichen Raum“ mit Hans Kupelwiesers „Rosa Platz“ am Morzinplatz hätte etabliert werden sollen – es blieb allerdings beim Vorhaben, da sich das Projekt in der Folge nämlich als nicht realisierbar erwies…

Temporäre, einschlägige Installationen seitens „KÖR“ folgten; manche – wie der Blumen-Schriftzug „ZU SPÄT“ am Morzinplatz – hatten Bestand, andere entpuppten sich eher als klassischer „SmQ“ („Schas mit Quasteln“, Anm.) – so etwa das Metallstangen-Labyrinth „Raising the Bar“ am Naschmarkt, das vordergründig Kindern als Spielplatz-Variation, Sportlern als Trainings-Option und Marktstandlern zur Präsentation ihrer Ware diente…

Im Sommer 2021 sollte es aber dann endlich so weit sein, ein entsprechend gewidmetes Mahnmal im Resselpark beim Karlsplatz sollte in Form überdimensionaler, einander berührender Hände nach einer Vorgabe von Marc Quinn errichtet werden; doch der britische Künstler zog seinen Vorschlag bekanntlich im Juli 2021 ob der Unbestimmtheit der Möglichkeit und des Datums der Fertigstellung zurück – und so hieß es nun auch für die Initiatoren: Zurück an den Start…

KÖR & WASt (Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten) loben mittlerweile einen neuen Wettbewerb zur Erlangung eines Entwurfs für ein „Denkmal für Männer und Frauen aus, die Opfer der Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit wurden“: „Das Wettbewerbsverfahren wird als zweistufiger offener Wettbewerb durchgeführt. (…) Die Wettbewerbsarbeiten bzw. Konzeptideen sind bis 17. Jänner 2022, spätestens 15 Uhr, abzugeben. (…) Das Denkmal soll den Opfern der Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit von 1938 bis 1945 gewidmet werden. (…) Das Denkmal soll ein würdevolles Gedenken ermöglichen und überdies ein lebendiger Treffpunkt im öffentlichen Raum werden. Das Denkmal soll zum Innehalten einladen und alle Generationen ansprechen. Es soll nicht nur auf intellektueller Ebene anregen, sondern berühren und auch provozieren, es soll ein Ort für die LGTBIQ-Community sein, der von ihr bespielt werden kann sowie Möglichkeiten der Vermittlung bietet“…

Ausschreibung & Infos sind via www.wien.gv.at/menschen/queer/wettbewerb-denkmal/index.html abrufbar. Mit der Kür des (nächsten) Vorhabens darf nunmehr im Mai 2022 gerechnet werden; ob dieses dann auch zu verwirklichen sein könnte – geschweige denn, wann, wie & ob es denn tatsächlich auch umgesetzt werden kann & wird – sei an dieser Stelle vorläufig dahingestellt; doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Conclusio: Erimus videre – wir werden sehen (wie der Lateiner sagt)…

Die Redaktion

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