XTRA! 05/2002 – Die inhaltlichen Schwerpunkte: 

  • Cover: „Eminem: About To Blow“ New York 1999, © David LaChapelle
     

  • Gery Keszler-Interview zum 10. Life Ball
     

  • Wien ist andersrum 2002 – Eine Vorschau von Georg Seiler
     

  • Sex? Gut? Böse? – Die „Recht Beweglich“-Veranstaltung am 18. April
     

  • Homöopathie (1. Teil): Allgemeine Einführung zum Thema
     

  • Ahnungslose Feen – Le fate ignoranti: Der neue Film von Ferzan Ozpetek
     

  • Zum Beispiel... Sex Sells?: Der männliche Körper in der Werbung
     

  • Tag des Buches: Interessante Neuerscheinungen
     

  • Wiederbegegnungen mit „Spartacus“, „Mr. Sloane“ und der „Unschuld der Raubvögel“ auf Wiener Bühnen
     

  • David LaChapelle im KunstHausWien, Kapital & Karma in der Kunsthalle Wien, Beau Travail im Kino, zum Tod von Martin Sperr und weitere Kultur-Splitter
     

  • Eigentümerpartnerschaft: Wohnungseigentum für gleichgeschlechtliche Paare
     

  • Ein Stückerl Wien: „Die Metamorphose des Schwulenhassers“
     

  • Sisters in motion: „Operation Hochschwab“
     

  • 7. Koninginnedag im Stiefelknecht, Frühlingsfest im Kaiserbründl, Club Ego im HotShot, Neuer Glanz im Goldenen Spiegel – Tritsch, Tratsch, Nachrichten und jede Menge Szene-News
     

  • Die Ermordung Pim Fortuyns, der Tod von Charlotte von Mahlsdorf, Mordalarm im „Homosexuellen-Milieu“, „PapasInMotion“ – die neue COURAGE-Selbsthilfegruppe und viele andere interessante Neuigkeiten und Splitter
     

  • Tips: It's my Party (am 18. und 19. Mai auf ATV); Trick (am 12. Juni auf ARD); (Die) Zärtlichkeit der Wölfe (am 13. Juni auf VOX).
     

  • Kalendarium für viereinhalb Wochen (16. Mai – 16. Juni 2002) mit umfangreichem TV-Teil sowie alle relevanten Adressen in Wien und Umgebung!
     

  • Jede Menge Kleininserate!
     

  • Und natürlich vieles, vieles mehr im neuen XTRA! 05/2002 

XTRA! 05/2002: ab 16. Mai überall präsent! Pünktlich! Punktgenau! Zuverlässig!


XTRA! 05/2002 – Das Editorial:

Roma Locuta, Causa Finita?

Die Zeiten sind vorbei – und auch das ist gut so! Erst mit den in den USA in Fällen sexuellen Mißbrauchs möglichen außergerichtlichen Einigungen ging es für die r.k. Kirche ans Eingemachte! Die dortigen Rechtsanwälte forderten nämlich Schadenersatz für die von ihnen vertretenen Opfer. Und diese Schweigegelder (um nichts anderes handelt es sich doch!) zehrten an der Substanz der Institution – Geld also war die ausschlaggebende Komponente für die Flucht nach vorne! Niemals ging es den hohen Herren um den mentalen Schaden; die finanziellen Nebenerscheinungen der klerikalen Vergnügungen waren der Grund, die öffentliche Reinwaschung zu zelebrieren.

Doch selbst im Untergang noch hetzen Vertreter dieses für zu lange Zeit dominanten Systems gegen ihre Lieblingsfeinde: natürlich haben Homosexuelle die Kirchenhierarchien „unterwandert“, sich in ihren Reihen etabliert, um von dort aus in den Sakristeien zu wüten! So beklagt Wilton Gregory als Vorsitzender der neuen Keuschheitskommission die „homosexuelle Atmosphäre“ in vielen Priesterseminaren. Doch Homosexualität hat nichts mit Pädophilie zu tun! Als Konsequenz zur kirchlich weiterhin gepflogenen Homophobie kann nur empfohlen werden, dem Klerus das zu entziehen, was er wirklich liebt: Geld! Nach der hierzulande noch immer praktizierten Zwangstaufe folge also, sobald die Zeit für freie Entscheidung reif ist, der Austritt! Wenn selbstbewußt ihre Art lebende Schwule in der Kirche unerwünscht sind, so gelte dies auch für ihren Kirchenbeitrag. Oder sieht man diese Gruppe für so blöd an, die für sie vorbereiteten Scheiterhaufen auch noch selbst zu finanzieren?

 
Die Redaktion