XTRA! 12/2003 – Die inhaltlichen Schwerpunkte: 

  • Cover: Adi Nes: The Soldiers Series
     

  • Cover Story: „Heiliger Sebastian – A Splendid Readiness for Death“ in der KunstHalle Wien

     

  • Bewußtseinsbildung & Menschenrechte: Der scheidende HTU-Referent Udo Häberlin im XTRA!-Interview.
     

  • Robert Waloch in Zum Beispiel… Dismissed.
     

  • Helmut Graupner in AufRecht: Alles was Recht ist… Die EG-Antidiskriminierungsrichtlinie.
     

  • „Die“ Kirche gibt es nicht – Ein Kommentar von Andreas Raschke.
     

  • Leben mit Aids – Ein authentisches Patiententagebuch.
     

  • Männerwelten – Aktuelles Kino: „Irreversible“, „When Night Falls“, „Mystic River“, „Capturing The Friedmans“ und „Long Island Expressway“.
     

  • Wake Up vs. Pink! – Ein Musical-Vergleich von Georg Seiler.
     

  • Phettbergs Hirnstromprotokoll: Im ernsten Fluss feucht.
     

  • Masculine 2004 – Der andere Gay-Kalender.
     

  • Neue Bücher – schenken oder schenken lassen; Geschenktips von Aly Machalicky.
     

  • Wie wär’s mit Büchern? Geschenktips von Robert Waloch.
     

  • Nach Dürer… Ausstellungen in Wien – Der XTRA!-Kulturspaziergang.
     

  • Mehr als nur ein Bösewicht: Klaus Kinski – 20 CDs mit Rezitationen in der Opernloge.
     

  • 5 Jahre Sisters in Motion von Aly Machalicky – Q.e.d.
     

  • Ein Stückerl Wien: Weihnachtssex im Landl.
     

  • Hyperwings: Klein Tobi sucht (nach wie vor) die große Liebe.
     

  • Black Change 2003/04; Regenbogen Ball 2004; Club Kreativ-Ball 2004; Together 2003; G.Spot im Subezero; Ade Milord? – Tritsch, Tratsch, Klatsch, Nachrichten und Szene-News.
     

  • Termine Spezial: Die speziellen Feiertags-Öffnungszeiten der Wiener Szene-Lokale.
     

  • Gesundheitssprechstunde für Gays; Penisprint – dein bestes Stück für alle Ewigkeit; Fackelzug und Gottesdienst zum Welt Aids Tag; Olympia-Teilnahme von Transsexuellen; Jahreswechsel im Waldschlösschen… vier Seiten interessante Neuigkeiten und Splitter.
     

  • Tips: Wambo am 28. Dezember auf Sat1; anders TREND am 5. Jänner auf RTL; Wonder Boys – Die Wunderknaben am 5. und 6. Jänner auf ORF1 und ZDF; Cary Grant-Filmreihe zum 100. Geburtstag.
     

  • XTRA! 2004 – Die redaktionellen Daten des kommenden Jahres!
     

  • Kalendarium für fünfeinhalb Wochen (11. Dezember 2003 – 18. Jänner 2004) mit umfangreichem TV-Teil.
     

  • Vier Seiten JUS Amandi-Beilage!
     

  • Alle relevanten Adressen in Wien und Umgebung!
     

  • Alle relevanten Adressen aus den Bundesländern!
     

  • Jede Menge Kleininserate!
     

  • Und natürlich vieles, vieles mehr im neuen XTRA! 12/2003.
     

    XTRA! 12/2003: ab 11. Dezember überall präsent! Pünktlich! Punktgenau! Zuverlässig!


XTRA! 12/2003 – Das Editorial:

Prosit 2004!

Der Gedanke an die Errichtung eines Denkmals für die homosexuellen Opfer des NS-Regimes an einem öffentlichen Platz in Wien spaltet seit Wochen die lokalpolitischen Meinungen. Zunächst hat der Wiener Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny das von den Wiener Grünen eingebrachte Anliegen mit dem Verweis abgetan, daß das Hrdlicka-Mahnmal am Albertinaplatz ohnedies für alle NS-Opfer errichtet worden sei. Homosexuelle kommen da – im Gegensatz zu allen anderen Opfer-Gruppen – zwar explizit nicht vor, und bei der Eröffnung im Jahre 1988 waren sogar homosexuelle Demonstranten abgedrängt und ihre die Rehabilitierung einfordernden Transparente von der Exekutive beschlagnahmt worden, aber im Jänner 2004 – 16 Jahre später also! – soll nun eine Tafel angebracht werden, die speziell (und formlos) darauf hinweist, daß das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus den Opfern jeglicher Herkunft, jeglichen Glaubens und jeglicher Gesinnung gewidmet sei. Unterstützung bekommt der Wiener Kulturstadtrat von der parteieigenen SoHo („Sozialismus und Homosexualität“), deren Sprecher verkündete, ein solches Denkmal wäre zwar wünschenswert, für die SoHo hat aber die rechtliche Gleichstellung der Lebenden Priorität – eine Haltung, mit der sich jede Mahnmal-Diskussion von selbst erledigt. Offenbar war hier vorauseilender Parteigehorsam wichtiger als Schwulen-Anliegen. Den Vogel in der Debatte über Antirassismus und Denkmäler schoß aber im November wieder einmal ein Wiener FP-Gemeinderat ab, der ein solches Denkmal mit der Bezeichnung „Kinderschänderfreudenstein“ bedachte. Sohin gesehen: Prosit 2004 – denn Wien ist offenbar doch nicht so „anders“…!

Die Redaktion