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XTRA! 08/2004 |
Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin |
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Coverfoto: franz.h.vienna |
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XTRA! 08/2004 – Das Editorial: Das Sommerloch 2004 Der Sommer – in der Regel mediale Saure Gurken-Zeit.
Nicht so jedoch 2004: Angefangen von der „Euro“, die am 4. Juli mit
Griechenland als Sensationssieger aufwartete, sorgte unmittelbar danach der
gerade noch amtierende Bundespräsident Thomas Klestil für einen
mediengerechten Abgang der Sonderklasse. Dieser bescherte Österreich nach
30 Jahren wieder ein Staatsbegräbnis sowie eine ungewöhnliche Amtseinführung
von Nachfolger Heinz Fischer. Kaum war die Staatstrauer vorbei, erregte der
sogenannte „Sex-Skandal“ im St. Pöltner Priesterseminar die Öffentlichkeit
und bot sogar uns bislang wohlgesonnenen Medien Gelegenheit, Homosexualität
und Pädophilie wieder einmal in einen Topf zu werfen, um dadurch guten
Schlagzeilen und (noch) besseren Verkaufszahlen frönen zu können. Bald war
allerdings auch aus St. Pölten nichts mehr zu vernehmen, umso mehr rückte
„endlich“ die „termingerecht“ gestartete „Expedition Österreich“
in den ORF-Mittelpunkt, während ansonsten die Olympischen Sommerspiele, der
Ölpreis und der US-Präsidentschaftswahlkampf im Zentrum der
Berichterstattung standen. Und schließlich beunruhigten Anfang August der
deutsche Springer-Konzern sowie „Der Spiegel“ die österreichische
Medienlandschaft auch noch mit ihrer Erklärung, die Rechtschreibreform
abzulehnen und zur alten Schreibweise zurückzukehren! XTRA! könnte
hierzulande diesbezüglich einen guten Riecher bewiesen haben – haben wir
doch der „staatlich verordneten Legasthenie“ und
„Schlechtschreibreform“ schon bisher entsagt… Georg Seiler
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