|
|
||||||||
|
XTRA! 05/ 2005 |
Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin |
|||||||
|
|
||||||||
|
|
||||||||
|
||||||||
|
|
XTRA! 05/2005 – Das Editorial: Endlich! Habemus papam – endlich!
Am 19. April kurz vor 19 Uhr präsentierte sich Papst Benedikt XVI. der Öffentlichkeit
und damit seinem künftigen Publikum – endlich! Mehr ist auch hier eigentlich nicht zu sagen als: endlich!
Es war ja bereits unzumutbar geworden: Monatelang war man in sämtlichen
Printmedien Woche für Woche und Tag für Tag und in Radio und Fernsehen
tagtäglich beinahe im Minutentakt mit Meldungen aus dem Vatikan
vergewaltigt worden: Zunächst der schlechte und sich immer weiter
verschlechternde "Gesundheitszustand" von Papst Johannes Paul II.
(Parkinson, Grippe, Lungenentzündungen, Magensonde, Luftröhrenschnitt,
Blasenentzündung, Dämmerzustand etc.), bis für die in Sensationsgier auf
der Lauer liegende Journaille endlich
die „erlösende“ Todesnachricht verlautet wurde und Karol Wojtyla endlich
von seinem schweren Leiden erlöst war. Dann die Abschiedsfeierlichkeiten
mit Einsegnung, Aufbahrung, Pilgerstrom und Requiem, bis endlich
die Beisetzung erfolgte. Anschließend die Trauerzeit mit
Nachfolgespekulationen, Gerüchten sowie Konklave-Erläuterungen ohne Ende,
bis endlich das Konklave selbst
begonnen hatte. Und nach schier unerträglichen 26 Stunden stieg dann endlich
weißer Rauch auf: Die katholische Kirche hatte endlich
den Papst, den sie verdient und in weltweit immer rechtslastiger und
fundamentalistischer werdenden Zeiten wohl auch benötigt, Kardinal Joseph
Ratzinger hatte endlich sein
Lebensziel erreicht, und in der Medienlandschaft hielt endlich wieder der Alltag Einzug. Bleibt nur noch zu wünschen, daß
auch in Österreich die Trennung von Staat und Kirche endlich vollzogen würde, sodaß die Kirche endlich nicht mehr so unendlich
viel politischen Einfluß hätte, sondern daß dieser endlich endlich wäre! Die
Redaktion |
|||||||
|
|