XTRA!   11/ 2005

Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin



 

 

 

 

 

XTRA! 11/2005 – die inhaltlichen Schwerpunkte:  

Cover: Neil Curtis: Colorspaced (Bodypainting)

Welt Aids Tag 2005 – 20 Jahre Aids Hilfe in Österreich.

Robert Waloch in Zum Beispiel: Politischer Herbst 2005.

Darkroom – Queer Zagreb Festival zur „Heteronormativity of Childhoods“.

Helmut Graupner in aufRecht: Was tun mit SexualstraftäterInnen?

Eine Sexualität, (über) die (Mann) nicht redet, ist tot! Gastkommentar von Petert Thommen.

Höchst-Saison – Der XTRA!-Kulturspaziergang.

50 Jahre Wiener Staatsoper neu.

Mit und ohne Schatten in der Opernloge.

Alte Meister: Ausstellungen in Wien.

Interessante Bücher – Buchtips für die Weihnachtstage.

Ein Stückerl Wien: Aufriß aus der Alten Lampe.

Hyperwings: Klein Tobi sucht weiterhin die große Liebe…

PerVienne Passion Lounge; Vinothek-Eröffnung im WinZig; Rifugio – das schwule Tagescafé; Action im Kaiserbründl; Foxy Men’s Club gestartet; FZ-Singleparty und, und und… Tritsch, Tratsch, Nachrichten und jede Menge Szene-News.

Bloodhound Gang in Wien; Fünf Jahre Courage: Festakt „Freigeboren“; agpro-Förderpreis 2005 verliehen; SoHo Oberösterreich gegründet; Männerkalender Masculine 2006 erschienen; Regenbogen Ball 2005 und zahlreiche weitere interessante Neuigkeiten und Splitter.

Tips: Der Boxer und die Friseuse am 22. November auf 3sat; Ich liebe das Leben am 25. November auf 3sat; Früher Frost – Ein Fall von Aids am 27.November auf ARD; Formula 17 von 15. bis 18. Dezember im Top Kino.

Kalendarium für viereinhalb Wochen (17. November – 18. Dezember 2005) mit umfangreichem TV-Teil.

Vier Seiten Sonderbeilage zum Wiener Aids Tag 2005!

Neu überarbeitet: Alle relevanten Adressen in Wien und Umgebung!

Jede Menge Kleinanzeigen!

Und natürlich vieles, vieles mehr im neuen XTRA! 11/2005!

XTRA! 11/2005: Ab 17. November überall präsent! Pünktlich! Punktgenau! Zuverlässig!

 

 


XTRA! 11/2005 – Das Editorial:  

Sensationeller VfGH-Entscheid!

Ein vermutlich bahnbrechendes Urteil des Verfassungsgerichtshofes erschütterte am 10. November die Innenpolitik: Der Ausschluß von gleichgeschlechtlichen Lebensgefährten aus der Mitversicherung in der sozialen Krankenversicherung ist, wie VfGH-Präsident Korinek in einer Pressekonferenz verkündete, verfassungswidrig. Der VfGH, der 1998 und 2001 diesbezüglich noch keine Verfassungswidrigkeit erkennen wollte, folgte mit seinem Entscheid nun der Richtungsweisung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte; die Regierung hat neun Monate Zeit, die entsprechenden Gesetzesbestimmungen anzupassen.

Während SPÖ und Grüne den VfGH-Spruch naturgemäß begrüßten, herrschte auf seiten der ÖVP beinahe Ratlosigkeit. Gesundheitsministerin Rauch Kallat verlautete, rasch auf den VfGH-Spruch reagieren zu wollen, wußte jedoch nicht genau, wie – jedenfalls aber sei sie gegen jede Form der Diskriminierung; von einer Gleichstellung von homosexuellen Beziehungen mit heterosexuellen wollte sie allerdings genauso wenig wissen wie Justizsprecherin Maria Fekter und Nationalratspräsident Andreas Khol. Anders sieht dies Justizministerin Gastinger (BZÖ), die sich durch das Erkenntnis in ihrem Bestreben nach der Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften bestärkt sieht und noch vor Ablauf der Legislaturperiode ein Familienpaket schnüren will, das auch die eingetragene Partnerschaft vorsieht. Daß sie mit diesem Vorhaben jedoch scheitern wird, liegt klar auf der Hand, zumal ihr in dieser Sache nicht nur die ÖVP, sondern auch der eigene Parlamentsclub die Gefolgschaft versagen wird…

Die Redaktion