XTRA!   12/ 2005

Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin



 

 

 

 

 

 

 

XTRA! 12/2005 – die inhaltlichen Schwerpunkte:  

Cover: REAL – Junge Kunst (Foto: Eva Grün)

Coverstory: Junge und alte Kunst – Interessante Ausstellungen.

Robert Waloch in Zum Beispiel: Unsere Freinde!

Pink sheep of the family – Marco Schreuder im XTRA!-Interview.

Helmut Graupner in aufRecht: 15 Jahre RKL – Die Erfolgsstory!

Welt Aids Tag 2005: „Stop Aids – Keep the Promise!“.

Under Construction – 20 Jahre Aids Hilfe in Wien.

Neu im Kino: Katzenball.

common!motion! – Die Villa macht TV!

Abgeschminkt von Conan: Barebacker, Kokser und Schweinsbratenfresser.

Klingende Namen – von ABBA bis Wagner: Der XTRA!-Kulturspaziergang.

Zum Verschenken oder Behalten – Neues in der Opernloge.

Zumindest manchmal: Stephan Niederwieser im XTRA!-Interview.

Interessante Bücher – Noch ein paar Buchtips für die Weihnachtstage.

Ein Stückerl Wien: Heimatliches im Wurschtlprater auf Gran Canaria.

Hyperwings: Klein Tobi und die große Liebe…

Neu in Wien: Miracle Beauty Spa.

8. Life Ball-Family-Aktion; Generationswechsel in der Apollo Sauna; Immer etwas Neues im Foxy Men’s Club; 7. Orgia Epikurea im Kaiserbründl; Vice Versa goes America; Advent in der Alten Lampe; Krampus-Party in der Frisco-Sauna; Sport Sauna-News; Arztpraxis & Erotikmarkt im Sling und, und und… Tritsch, Tratsch, Nachrichten und jede Menge Szene-News.

Freigeboren! – Fünf Jahre Courage; Schwule Kaufkraft in Österreich; Schwulenmord in Mödling; Schwule „Hochzeitspläne“ von George Michael und Elton John; Lebenslänglich für Moshammer-Mord; HIV-Erfolg in San Francisco und zahlreiche weitere interessante Neuigkeiten und Splitter.

Tips: Nacktschnecken am 29. Dezember auf ORF1; Die Hannibal Lecter-Trilogie im Jänner 2006 auf die Sender RTL, ORF1 und PRO7 verteilt; Queer as Folk ab 9. Jänner 2006 jeden Montag auf PRO7.

Kalendarium für fünfeinhalb Wochen (15. Dezember 2005 – 22. Jänner 2006) mit umfangreichem TV-Teil.

Termine Spezial: Weihnachten & Silvester – Die Feiertage in den Wiener Szene-Lokalen.

Neu überarbeitet: Alle relevanten Adressen in Wien und Umgebung!

Alle relevanten Adressen in den Bundesländern!

Jede Menge Kleinanzeigen!

XTRA! 2006 – Die redaktionellen Daten!

Vier Seiten Jus Amandi-Beiheftung!

Und natürlich vieles, vieles mehr im neuen XTRA! 12/2005!

XTRA! 12/2005: Ab 15. Dezember überall präsent! Pünktlich! Punktgenau! Zuverlässig!

 

 


XTRA! 12/2005 – Das Editorial:  

Homos raus aus der Kirche!

Ende November veröffentlichte der Vatikan eine bereits im August von Papst Benedikt XVI. approbierte Instruktion zu Homosexualität und Priesteramt, in der erklärt wurde, daß Kandidaten mit „tiefsitzenden (!) homosexuellen Tendenzen“ für das Priesteramt ungeeignet seien.

Dieses Dokument löste eine heftige Debatte aus, an der sich verschiedenste Einzelpersonen, Gruppierungen und Interessensvertretungen bis hin zu Mandataren politischer Parteien beteiligten und der katholischen Kirche Diskriminierung von Homosexuellen vorwarfen.

Aber weshalb die große Verwunderung? Die r.k. Kirche ist nicht Verteidigerin von Menschenrechten (außer wenn’s ihr gerade paßt), und die Diskriminierung und Diffamierung der unterschiedlichsten Bervölkerungsgruppen (Frauen, Schwule und Lesben, Andersgläubige) war doch immer Teil des Konzepts – bzw. „Teil des göttlichen Schöpfungsplans“, wie sich deren Proponenten gerne ausdrücken.

Vor allem: Was die Kirche will, braucht den Staat (und insbesondere seine PolitikerInnen) nicht zu kümmern, sonst gäbe es in Österreich weder Kondome noch die Anti-Baby-Pille, weder die Ehescheidung noch die Fristenlösung.

Daß Männerbünde immer schon eine magische Anziehung auf gewisse Schwule ausgeübt haben, ist hinlänglich bekannt, und daran wird sich auch durch diese „Instruktion“ nichts ändern. Ob es überhaupt für schwule Priesteramtskandidaten hinkünftig notwendig sein wird, mit ihren „tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen“ im Priesterseminar etwas diskreter umzugehen, bleibt abzuwarten, denn eine unter derart enormen Nachwuchsproblemen leidende Institution wird es sich wahrscheinlich auf Dauer nicht leisten können, auf dieses Reservoir zu verzichten…

Die Redaktion