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XTRA! 07/ 2006 |
Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin |
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Cover: Regenb.Parade 2006. Fotograf : Georg Seiler
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XTRA! 07/2006 – Das Editorial: Fußball vs. Tennis Stürmer – Verteidiger – Tormann: vor wenigen Jahren noch bedurfte es keines Binnen-Is, um einzelne Spieler-Funktionen zu definieren, doch die Zeiten haben sich geändert: auch Frauen messen körperliche Fitneß und Reaktionsfähigkeit am Ball in organisierten Vereinen! Wie sehr sich die Zeiten tatsächlich geändert haben, zeigte die am 9. Juli mit dem Finalspiel Frankreich gegen Italien beendete und nach 1:1, Verlängerung und Elferkrimi schlußendlich zugunsten Italiens entschiedene Fußball-WM in Deutschland. Über TV stets sichtbar, drängten sich Scharen von weiblichen Fans, die in ihrer Begeisterung den Männern in nichts nachstanden und die mit ihrem Interesse dem Fußball enorme Zuwachsraten bescherten. Nachdem diese Barriere wohl für immer gefallen sein dürfte, wird nun auch noch der rosarote Lattenzaun fallen, der als letzte definitive Trennlinie hetero- und homosexueller Männerwelten galt. Auch Schwule begeistern sich für Fußball und begeben sich (verspätet, aber doch) in die Realität, die Lesben längst schon für sich erkannt haben – wie man aus diversen Diskussionsforen und engagierten Threads ersehen kann, in denen durchaus auch die körperlichen Reize eines Cristiano Ronaldo oder Thierry Henry zum Thema geworden sind. Was jetzt nur noch fehlt, zeigt sich aus Parallelen zu einem anderen Sport, der zeitgleich zur WM wieder für Schlagzeilen sorgte: Tennis! Amélie Mauresmo gewann am 8. Juli in Wimbledon ihr 2. Grand Slam-Turnier (während tags darauf bei den Männern Roger Federer triumphierte). Von einer Gegnerin einst als halber Mann bezeichnet, steht die Französin – ganz in den Spuren von Martina Navratilova – dazu, auch in der sportlichen Öffentlichkeit lesbisch zu sein. Wann findet sich dazu in einem internationalen Fußball-Club oder gar bei einer Nationalmannschaft, die bei einer WM und/oder EM teilnimmt, endlich ein männliches Gegenstück?
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