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XTRA! 09/2006 |
Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin |
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XTRA! 09/2006 – Das Editorial: 1. Oktober 2006 – Nationalratswahl! Nur knapp zwei Wochen nach Erscheinen dieser XTRA!-Ausgabe ist es so weit: Österreich wählt seinen neuen Nationalrat. Wie dieser aussehen wird, wagen nicht einmal große einungsforschungsinstitute einigermaßen präzise vorherzusagen, denn mehr Gruppen denn je rechnen sich Chancen darauf aus, ins Parlament zu kommen – und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt! Die Hoffnungen sind bei diesem Wahlgang übrigens äußerst vielfältig und farbenfroh: Die KPÖ etwa hofft auf ein Grundmandat in Graz; das BZÖ hofft auf ein Grundmandat in Kärnten; die FPÖ hofft auf ein Grundmandat in Wien; MATIN (alias Hans Peter Martin) hofft auf den Parlamentseinzug dank der Unterstützung durch die Kronen Zeitung; die GRÜNEN hoffen darauf, drittstärkste Kraft in Österreich zu werden; das LIF hofft durch die Kooperation mit der SPÖ auf einen neuen Aufschwung; die SPÖ hofft darauf, stimmenstärkste Partei zu werden; und die ÖVP hofft darauf, stimmenstärkste Partei zu bleiben. Mit anderen Worten: Das kunterbunte Polit-Österreich ist also guter Hoffnung! Lediglich Lesben, Schwule und Transgenders wissen gegenwärtig nicht so genau, worauf sie hoffen sollen – das ist bei allen Enttäuschungen nach vergangenen Nationalratswahlen auch nicht ganz unverständlich! Evident sollte jedoch allen Wahlberechtigten aus diesen Schichten sein, welche Partei(en) für sie nicht zur Disposition stehen sollten – damit wird die Palette der Möglichkeiten bereits bedeutend eingeengt; und Nicht- bzw. Ungültig-Wählen kann auch nicht die richtige Entscheidung sein, denn ausschließlich eine gültige Stimme gegen die „Gegner“ bedeutet, diese nicht in ihrer Ausgrenzungs- und Diskriminierungspolitik zu unterstützen! Kurzum: Am 1. Oktober 2006 gibt es genügend Möglichkeiten, „nein“ zu sagen – wer diesmal die Wahl hat, hat also keine Qual!
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