XTRA! 06/2007

Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin



 

 

 

 

 

 

 

XTRA! 06/2007 – die inhaltlichen Schwerpunkte:

Cover: Dirk Bach am Life Ball-Catwalk 2007.

Coverstory: Fünf Seiten Bildberichte und Kommentare zum Life Ball-2007.

Get Alive – Get A Life Ball!

Es war einmal… Das Life Ball-Märchen 2007.

Ein Stückerl Wien: Life Ball-Kind.

Sei wie Du bist! Die Regenbogenparade 2007

Robert Waloch in Zum Beispiel: Na dann: Prost!!!

Helmut Graupner in aufRecht: Vorsorgevollmacht.

LesBiSchwule Gesundheit: Gesund leben – gesund essen – gesund bleiben (2)

Zehn Jahre „man for man“ in der Hamburger Straße.

ImPulsTanz 2007 – Vienna International Dance-Festival.

Festwochen – Wozu? Der XTRA!-Kulturspaziergang.

„Die verlorene Geschichte“; „Another Gay Movie“; Gert Hekma-Vortrag; „C’est la vie“ in Stockerau; „M-ARS – Der Kunstsupermarkt“, Ausstellung im Schwulen Museum und Ilse Scheer verstorben – Die Kultur-Splitter.

Glamour, Style & Show and – SEXXX!!! bei Bryan Ferry und Justin Timberlake.

Anthony Gayton und Paul Pichier: Fotoausstellungen im Nestroyhof.

Salomes Tanz in der Opernloge.

„Ausgespielt“, „Scharfe Stellen“, „Gladiatoren“ oder „Eiskaltes Verlangen“ – Interessante Bücher, rezensiert von Mario Reinthaler.

Sisters in motion: Die Ruhe vor dem Sturm.

Bears in the Sky: Das war der 9. Wiener BärenKongress.

„The Motto is Drama!“ in der Halle E des Museumsquartiers.

Pride-Walk im Ricky-Imperium; Pride-Weekend im Nightshift; Key West mit Schanigarten & Matrosen; Drei Jahre Sling; Go divine by Quer.Beat & Subversus; departure goes Planetarium; Lucy McEvil im Trash-Club; Schwule Stadtspaziergänge; Sport Sauna & BaKul; Paraden-Warm Up im Felixx; Ein Jahr Alte Lampe mit Herby & Bernd; Fünf Jahre WinZig – Tritsch, Tratsch, Nachrichten und jede Menge Szene-News!

Führungswechsel in der AHW; Aids Memorial Day 2007; Transsexuellen-Fortbildungskurse in der Toscana; Türkeistämmiges Homo- und Transsexuellen-Treffen in Berlin; Ulrike Lunacek gratulierte der Songcontest-Gewinnerin und feierte 50er; Barbara Karlich-Show sucht Bisexuelle; Zehn Jahre „Kurlaub“ im Waldschlösschen und zahlreiche weitere interessante Neuigkeiten und Splitter.

Tips: „Perser wird Perserin“ am 22. Juni auf 3sat; „Himmlische Stimmen – Die Kunst der Sopranisten“ am 1. Juli auf arte; „Schau mir in die Augen, Kleiner“ am 5. Juli auf WDR; „Meeresfrüchte“ am 6. Juli auf ORF2; „Christopher Street Day 2007“ am 8. Juli auf WDR; „Barbarella“ & „Je t’aime (moi non plus)“ am 10. Juli auf arte.

 Kalendarium für viereinhalb Wochen (14. Juni – 15. Juli 2007) mit umfangreichem TV-Teil.

 Alle relevanten Adressen in Wien und Umgebung!

Jede Menge Kleinanzeigen!

 Und natürlich vieles, vieles mehr im neuen XTRA! 06/2007!

 XTRA! 06/2007: Ab 14. Juni 2007 überall präsent!

Pünktlich! Punktgenau! Zuverlässig!

48 Seiten – komplett in Farbe!

 

 

 


XTRA! 06/2007 – Das Editorial:

BRUNO & KNUT

Bruno, das war ein Kerl, wie man ihn sich wünschen konnte: erfolgreich, groß, stattlich, ein Sieger-Typ! Er wusste, dass viele ihn um seine Art, das Leben zu gestalten, beneideten, vor allem die, die sich nicht trauten, so zu sein wie er – viele also. Die versteckten sich hinter Geboten und Gesetzen und meinten, ihre Variante sei die richtige. Natürlich eckte Bruno mit seinem Wesen gelegentlich an, Bürgerschreck wurde er und genoß das auch gelegentlich. Aber trotz all seiner Erfahrungen mit der Umwelt ließ er sich gelegentlich Honig ums Maul schmieren und wurde dann ganz sanft… Eines Tages erfuhr er aus der Community, dass seiner Familie in Berlin Nachwuchs prognostiziert wurde und so fasste er den Plan, in diese große Stadt zu wandern – auf ihm bekannten Wegen. Da er unterwegs aber nahm, was ihm gefiel, wurde ihm eine Falle gestellt. Kaum in Deutschland angekommen, war’s mit ihm vorbei: die Jagdgesellschaft hatte das von ihr beanspruchte Opfer bekommen. Nun streiten die, die vorher nichts von Bruno wissen wollten, um sein Erbe…

In Berlin gab es tatsächlich Nachwuchs in der Szene: Knut! Doch seine Mutter war wohl aus irgendeinem Grund von dem Kleinen enttäuscht und verweigerte ihm ihre Pflichten. Ein Adoptivvater übernahm ihre Rolle, so gut es eben ging – und Knut gedeihte prächtig! So einen wie ihn wollten alle sehen, er erfüllte alle in ihn gesetzten Erwartungen und machte zu allen Späßen gute Miene! Ja, so ein süßer Bengel wie Knut, der durfte sich einiges von dem erlauben, was seinem Kollegen von den Dörflern in den fernen Bergen strikt verboten wurde: er nahm sich, was er wollte, kümmerte sich um keine Vorschriften und wurde just dadurch zum Liebling für Jung und Alt. Die Szene war angetan von ihm und hätschelte ihn in der Meinung, dies sei richtige und verständnisvolle Liebe, auf die doch jede Kreatur Anspruch habe. Dass Knut einmal so groß und stark und vielleicht auch so ungesetzlich-wild sein werde wie’s Bruno einst war, wen kratzte das schon?

Bruno & Knut: das sind zwei Synonyme für ein Leben; eigentlich ist einer das Alter Ego des anderen… oder wurde mir da mit den Geschichten hinter den beiden Namen gar nur ein Bär aufgebunden?

Robert Waloch

Die Redaktion