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XTRA! 10/2007 |
Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin |
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XTRA! 10/2007 – Das Editorial: Unsere christlichen Wurzeln Andreas Khol träumt heute noch von ihnen – als Senioren-Sprecher hat er nun genügend Zeit dazu! Einst aber wollte er sie in einem EU-Gemeinschaftsvertrag verankert wissen; so das als Besinnung auf die großen europäischen Kulturwerte gesehen werden sollte, ergibt sich aber auch die Frage nach den griechischen, arabischen, jüdischen Wurzeln. Wenn es aber um religiöse Chiffren geht: die haben in einem solchen Vertrag nichts verloren – wie übrigens auch nicht in einer eventuell neu zu formulierenden österreichischen Verfassung, nicht einmal als Präambel! Für die ÖVP werden christliche Werte immer dann gern beschworen, wenn es gegen Schwule & Lesben geht, prompt wird mit dem Schutz der Familie argumentiert. Diese Schutzwürdigkeit dürfte aber nicht für kosovarische Migranten-Familien gelten, wie wir aus Herrn Platters Innenministerium erfahren. Die ÖVP definiert ihre „christliche“ Wertebasis wohl durch Homophobie! Da dies einigen schwarzen (und wohl auch blauen) Altbeständen nicht mehr ausreichend erscheint, gibt es eine neue Partei, Die Christen. Beim Studium ihrer Homepage kommt man prompt zum Thema Homosexualität, was für eine andere Gemeinschaft – Umkehr zum Herrn – sogar Basis ist. Wer dort klickt, landet sofort in dem Appell, eine Petition gegen Eingetragene Partnerschaften zu unterschreiben, denn bei diesem Thema könne sich der Christ nicht mehr auf die ÖVP verlassen. Was sind die Leute nur so ungläubig: St. Wolfgang Schüssel hat längst schon die Weichen gestellt, damit von einer EP, so sie beschlossen wird, nichts weiter übrig bleibt als eine Worthülse ohne „staatsrechtliche“ Bedeutung. Den Klubchef interessiert kaum, was dazu mit 1. Oktober 2007 (also just am Jahrestag der schmerzhaften Niederlage der ÖVP bei den Nationalratswahlen 2006) als Resultat der Pröll’schen Perspektivengruppe präsentiert wurde, da hört er schon lieber auf seine Gigi. Apropos 1. Oktober: dieser Tag war für Homosexuelle anderswo recht erfolgreich: in Dänemark, wo die EP für Schwule & Lesben seither staats- und zivilrechtlichen Charakter hat – allerdings geschah dies schon am 1. Oktober 1989! Die Redaktion |
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