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XTRA! 04/2008 |
Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin |
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XTRA! 04/2008 – Das Editorial: Demokratie am StandesamtDurch die gesellschaftliche Thematisierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften werden auf unserer „Insel der Seligen“ Lesben & Schwule immer mehr zum Spielball der Politik – ihre Anliegen werden in den Parteien eher als Positionierung gegeneinander gesehen. In unserer Repräsentativ-Demokratie übergibt der Wähler mit seiner Stimme auch seine Erwartungen an einen Volksvertreter. Frau Plassnik, die Außenministerin, hat im STANDARD-Interview vom 5. April vorgeführt, wie unwichtig ihr reale Menschen mit realen Forderungen sind. Mit „einer letzten innenpolitischen Frage“ konfrontiert, antwortete sie: „Bitte nicht das Standesamt!“ – „Der Liberalismus-Test. Ich muss jetzt gehen, ich lasse mich nicht in dieses Spiel einspannen“ – „Ich unterstütze den Parteiobmann. Auf Wiederschauen.“ Kaum passt eine Frage nicht ins Konzept, folgt arroganter Rückzug. Da zeigte Bundeskanzler Gusenbauer doch wesentlich mehr Verbundenheit mit der Basis, als er in der PRESSE vom 5. April beim Thema Standesamt zum Vorschlag eines gemeinsam mit Josef Pröll zu startenden Überzeugungsversuchs von Willi Molterer nur antwortete: „Nein, das werde ich nicht tun. Ich habe keine Absicht, die ÖVP zu spalten.“ Beim zuvor angesprochenen Rauchverbot wusste er hingegen, dass dieses kommen müsse. So hat halt jeder seine speziellen Präferenzen! Die perfekte Antwort auf ungehörige Fragen hat ja längst schon Herr Schüssel gegeben, als er sich – noch Bundeskanzler – nicht zum Thema „Homo-Ehe“ äußern wollte, der Journalist aber nach dem WARUM fragte: „DARUM!“ Solche Schmecks-Attitüde ist wohl – unsereins gegenüber – Teil der österreichischen Repräsentativ-Demokratie… Die Redaktion |
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