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XTRA! 08/2008 |
Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin |
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XTRA! 08/2008 – Das Editorial: Simmering gegen Kapfenberg das ist Brutalität – diese von Helmut Qualtinger einst geschaffene Metapher hat für Vergleiche der besonderen Art zwar bereits Kriterien-Status, aber die Realität, etwa die der österreichischen Politik, kann sie Jahr für Jahr leicht überbieten. Spätestens seit August 2008 gibt es für solche Brutalität einen neue Definition, nämlich FPÖ gegen BZÖ! Dass solche Gegnerschaft aber – wieder einmal – Homosexualität zum Thema hat und sie zum Spielball mancher Politiker macht, zeigt das verbale Niveau von FPÖ-Sprecher Vilimsky, der über deftige Wortspiele den designierten BZÖ-Chef Jörg Haider – nicht neu! – mit dem Homo-Vorwurf in Verbindung bringt. Diese Thematik köchelt zwar nicht erst seit dessen feucht-fröhlichem Besuch in einer Kärntner Diskothek vor sich hin, doch wird sie vom Großteil der österreichischen Journalisten nicht aufgegriffen – aber kaum aus Noblesse, sondern eher aus Vorsicht! Privatpersonen gegenüber herrscht da weniger Diskretion, wie immer wieder zu lesen ist. Damit der Vorwurf aber nicht in Vergessenheit gerät, hat die FPÖ diesmal sogar die APA als Botendienst für ihren verbalen Mist bemüht – und das dazu passende Printmedium ÖSTERREICH wühlte unter dem Locktitel „Brutalste Attacke aller Zeiten“ prompt mit! Da loben wir uns doch die vielleicht auf einst im miteinander geteilten Schlafsaal aufbauende Werte-Gemeinsamkeit von Justiz- und Innenministerin: Frau Fekter erfand soeben den Begriff der Kulturdelikte für Tatbestände, die im österreichischen Strafrecht längst schon Namen und Paragraphen haben, und Frau Berger gab im KURIER-Interview vom 5. August bekannt, dass sie bei einer Öffnung der Ehe für Homosexuelle aus rechtlichen Gründen nicht mit könne – Aha! Will sie damit nur ministerielle Unfähigkeit oder doch ihren persönlichen Unwillen schwul/lesbischen Forderungen gegenüber beweisen?! Die Redaktion |
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