XTRA! 10/2008

Österreichs größtes Schwulen- und Lesbenmagazin



 

 

 

 

 

 

 

XTRA! 10/2008 – die inhaltlichen Schwerpunkte:

Cover: Mein schwules Auge 5
Foto: Raphael T Deinert
© konkursbuch Verlag Claudia Gehrke

Coverstory: Mein schwules Auge 5 – Buchpräsentation & Ausstellung in Berlin

Robert Waloch in Zum Beispiel: Wahl-Qual-Zahl-Tag: Ein Kommentar zur Nationalratswahl.

Helmut Graupner in aufRecht: Diskriminierung am Arbeitsplatz: Wehrt Euch!

Zehn Jahre austrian gay professionals – die Gala im Palais Epstein.

Sommer 2008 mit AKTIVITYplus

LesBiSchwule Gesundheit: „Trau dich doch“ – die Info Suspense Soap.

Augen auf! Ohren auf! der XTRA!-Kultur-Spaziergang.

Ausstellungsherbst in Wien.

Oktober-Fest in der Opernloge.

Oedipus Is Complex von der Company homunculus im Odeon; Replaces Clothes With Paint von Neil Curtis in Langenlois; Wortfront mit neuer CD live in Österreich; Das Leben des Gad Back im Schikaneder Kino; Ingrid Caven im Wiener Akademietheater; Brut im Künstlerhaus: Die queeren Programmpunkte; Melange à trois von Femme Fatale im Schubert Theater; Los Angeles-Retrospektive im Filmmuseum; Todespolka mit Alex Pschill demnächst im Kino; Salam.Orient: Musik, Tanz und Poesie aus orientalischen Kulturen; und Evita in der Wiener Stadthalle die Kultur-Splitter.

Ein Stückerl Wien: Sneakershandel am Flohmarkt.

„Florentinerpakt“, „Das andere Habsburg“, „Heldenfrühstück“, „Das Meer in seinen Augen“ oder „Buddyaction“ – Interessante Bücher, rezensiert von Mario Reinthaler.

Neustart in der Sport Sauna; Neueröffnung des Store 66; Wien in Schwarz 2008; Neu in Wien: The Other Side; 3. Wiener Oktoberfestmeile @ Rifugio, Schik & Alte Lampe; BaKul startet durch; Gerald vom Café Cheri wird 40; Oktoberfest & Orgia Epikurea im Kaiserbründl; TänzerInnen für Regenbogenball gesucht; International Queer Night in Wien und Xcesss, das Erotic-Fun-Clubbing – Tritsch, Tratsch, Nachrichten und jede Menge Szene-News!

TIMM – erster freier TV-Sender für Schwule; RKL-Kritik am BMF-Erlass bzgl. Pornografie; Straßenbahnbeflaggung zum Welt Aids Tag; Krawalle & Verletzte bei Homosexuellen-Treffen in Sarajewo; Spezial-Löwe für Werner Schroeter; Schwuler Koch wegen Kannibalismus vor Gericht; George Michael erneut auf der Toilette und zahlreiche weitere interessante Neuigkeiten und Splitter.

Tips: „Dummer Junge“ am 17. und 24. Oktober auf arte; „Liebe und Revolution (1 + 2)“ am 24. Oktober auf arte; „Mutig in die neuen Zeiten“ am 25. („Im Reich der Reblaus“), 26. („Nur keine Wellen“) und 28. Oktober („Alles Anders“) auf 3sat; „Edward II“ am 31. Oktober auf arte; und „Frühstück für Helden“ am 1. November auf MDR.

Kalendarium für viereinhalb Wochen (16. Oktober – 16. November 2008) mit umfangreichem TV-Teil.

Alle relevanten Adressen in Wien und Umgebung!

Jede Menge Kleinanzeigen!

Vier Seiten Jus Amandi-Beiheftung!

Und natürlich vieles, vieles mehr im neuen XTRA! 10/2008!

XTRA! 10/2008: Ab 16. Oktober 2008 überall präsent!

Pünktlich! Punktgenau! Zuverlässig!

48 Seiten – komplett in Farbe!

 

 


XTRA! 10/2008 – Das Editorial:

Jörg ist tot!

Zwei Wochen nachdem er dem BZÖ bei den Nationalratswahlen einen ungeahnten Erfolg bescheren konnte, verunglückte der Kärntner Landeshauptmann am 11. Oktober 2008 auf dem Weg ins Bärental, wo wenige Stunden später der 90. Geburtstag seiner Mutter gefeiert hätte werden sollen, tödlich; er war 58 Jahre alt. So tragisch für alle Angehörigen und Freunde das unerwartete Ableben von Jörg Haider auch sein mag, so distanziert bleiben wir dennoch in bezug auf seine Person, denn wir sahen und sehen ihn ausschließlich als Politiker und nicht als (Landes-) Vater, Gatten oder Sohn!

Zweifelsohne hat Jörg Haider seit den 1970er-Jahren mit seinem polarisierenden Agieren und Agitieren wie kaum ein anderer „Volksvertreter“ das politische Geschehen und Klima der II. Republik geprägt; Tiefschläge wurden locker weggesteckt und Comebacks triumphal inszeniert. Durch politische Querschüsse oder populistische Alleingänge (z.B. 1996 im Zuge der parlamentarischen Abstimmung zum legendären § 209 StGB) hat er unseren Interessen allerdings immer wieder geschadet – umgekehrt sah er sich auch selbst des öfteren einschlägigen Outings ausgesetzt (wie etwa der „Wien ist andersrum“-Kampagne mit dem Slogan „Jörg ist schwul“, den Verweisungen auf die „Buberlpartien“, der „Finocchio“-Anspielung oder erst kürzlich dem Vorstoß der FPÖ bezüglich eines Jugend-Disco-Besuchs), auf die er jedoch nie weiter eingegangen ist.

Andererseits kann Jörg Haiders Tod für uns auch kaum Anlass zur Freude bedeuten, rückt er doch eine Wiedervereinigung des „rechten Lagers“ in noch greifbarere Nähe, was in der Folge eine rechts-rechte Koalitions-Option beizeiten durchaus nicht unwahrscheinlich erscheinen lässt; und bei einer solchen Konstellation würden LesBiSchwule Anliegen zweifelsohne noch mehr negiert bzw. (nicht einmal) ignoriert, als dies bei einer SPÖ-ÖVP-Koalition ohnedies bereits der Fall wäre…

Die Redaktion