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► Internationale Neuigkeiten & Splitter
CA: Latin Love; US: Money, money, money; BR: Eleicao; GB: Wedding Cake; DE: Unpassender Chat; DE: Verweigerung; PL: Ausschreitungen; RS: Mentaler Krebs?; RO: Parteneriate civile?; GR: RIP

► Österreich-Splitter & Community-News
Bunt, na und?!; Jedermann im Dom; Regenbogenball 2019; Retrokult; „Helden für immer“ @ Löwenherz; Cage – Neues aus Graz; Voice Mania 2018; Prinzessin LiebDieLiebe; 10. musikalischer Adventkalender

► Veranstaltungen
Ausgewählte Community-Termine für den Erscheinungszeitraum (8. November – 16. Dezember 2018)
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DAS EDITORIAL

Ehe & EP für alle

Mit 5. Dezember 2017 war auf der Homepage des Verfassungsgerichtshofes  (VfGH) zu lesen, dass die unterschiedlichen Regelungen für verschieden- und gleichgeschlechtliche Paare in Bezug auf Ehe und Eingetragene Partnerschaft mit Ablauf des 31. Dezembers 2018 aufzuheben sind; wörtlich hieß es im Beschluss: „Die gesetzliche Trennung  verschieden- und gleichgeschlechtlicher Beziehungen in zwei unterschiedliche Rechtsinstitute verstößt gegen das Verbot des Gleichheitsgrundsatzes, Menschen auf Grund personaler Merkmale wie hier der sexuellen Orientierung zu diskriminieren.“

Die Aufhebung des VfGH umfasst die Wortfolge „verschiedenen Geschlechtes“ in den Regelungen des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB) sowie jene Bestimmungen im EPG (Gesetz zur Eingetragenen Partnerschaft), welche die EP auf gleichgeschlechtliche Paare beschränken. Damit stehen nach der Aufhebung Ehe und EP sowohl gleich- wie auch verschiedengeschlechtlichen Paaren offen.

Der VfGH ließ der Regierung durchaus die Möglichkeit, neue Sichtweisen für ein weiteres Festhalten am bisherigen Verbot zu formulieren, was vor allem von Seiten der FPÖ zu blauem Aufbäumen als „Retter der Ehe“ genützt wurde. Bis zuletzt suchte man nach Interpretations-Optionen, um den VfGH-Entscheid zu umgehen, etwa die EP zwar für alle zu öffnen, die Ehe hingegen – per Verfassungsgesetz – weiterhin „Mann und Frau“ vorzubehalten. Das Strache-Team blieb aber chancenlos, dafür die nötige parlamentarische Zweidrittel-Mehrheit zu bekommen (wohl auch, weil es sich dabei ohnedies um verfassungswidriges Verfassungsrecht gehandelt hätte) und resignierte schließlich. Josef Moser als Justizminister hatte schon Ende August 2018 der Tageszeitung „Die Presse“ gegenüber geklärt: „Ich folge dem Erkenntnis des VfGH, das besagt: Ehe für alle und EP für alle.“

Die diesen klaren Worten folgende finale Bestätigung im Parlament war auch Basis für die erste Hochzeit, die bereits am 12. Oktober gefeiert werden konnte – vorab von einem Wiener Frauenpaar, das (von Dr. Helmut Graupner als Anwalt vertreten) gemeinsam mit vier weiteren Paaren den VfGH angerufen hatte und daher von der so genannten „Ergreiferprämie“ Gebrauch machen konnte; allen anderen Paarungswilligen öffnen sich mit 1. Jänner 2019 die EHE- & EP-Tore.

Irgendwie erscheint es aber doch kurios, dass die Einführung von Ehe & EP für alle ebenso wie seinerzeit die Abschaffung des diskriminierenden § 209  StGB in eine ÖVP-FPÖ-Legislaturperiode fällt. In Anbetracht der damaligen Etablierung des „Ersatzparagraphen“ 207b, der überwiegend gegen schwule Männer Anwendung findet, gilt es jedoch weiterhin, wachsam zu sein und aufzupassen, welche Prügel uns diesmal vom findigen & windigen Regierungsapparat noch in den Weg geworfen werden…

Die Redaktion