2012 | 276

XTRA! 2012 | 276

XTRA! 2012 | 276

Cover: Life Ball 2012: Der Mut (Foto: © Markus Morianz)

Coverstories: Life Ball, Regenbogenball, Rosenball, Kreativball

Wien walzt!: Highlights, Blitzlichter und Schnappschüsse

15. Wiener Regenbogenball: Die Liebe hat bunte Flügel

20 Jahre Kreativball: Stars on Stage am Längenfeld

Rosenball 2012: Der Traum von der perfekten Welt

20. Life Ball: Charity-Jubiläum vor dem und im Wiener Rathaus

18. XTRA! Coverwahl: Zweiter Aufruf

„Die Arbeit muss zählen“: SoHo-Vorsitzender Peter Traschkowitsch im Gespräch

► Robert Waloch in Zum Beispiel: Orchideen als Fach und Thema

► Helmut Graupner in aufRecht: Leihmutterschaft anerkannt

Gossip, Gossip: Männer.Mode.Models – Mmmh!: Internet-Tratsch zum Thema

► Rund um Tisch und Küche: Fastenzeit in Harriettes Küchenkastl

„Ausente“ im Kino: identities Queer Film Nights

Kein Ballkalender: Der XTRA!-Kulturspaziergang

15 Jahre Grüne Andersrum: Jubiläumsfeier im Ost-Klub

Pitbull Carnival Special: Western Style im Club Pi

Am___Strich: Zu neuen Ufern? – Geschichten, die das Szene-Leben schrieb

Der XTRA!-Bücherschrank – Empfehlungen für Leseratten:
Ich wollte es so normal wie andere auch; (M)ein bewegtes Leben; Einkaufen mit Frau G; Phantom; Eismord; Engelsgesang

Internationale Splitter und Meldungen:
US: Im Westen viel Neues; US: Feste feiern…; US: Golden Globe-Details; US: Doppelt hält besser; US: Full Service; DE: Real oder egal; DE: Daheim im Pfarrhaus; DE: Spartacus-App; IT: Genital! SL: Referendum; SU: Njet = Njet?; MY: Freispruch

Österreich-Splitter & Community-News:
Männerbilder; Haft oder OP?; Zum DSDS-Auftakt; Weltfrauentag 2012; Alte Lampe im neuen Stil; Schwul – aber nett; Highlights @ Cheri; Neue Events @ Felixx; Date goes Inside; In memoriam Franz Thonhofer

Veranstaltungen:
Community-Termine für den Erscheinungszeitraum 23. Februar – 1. April 2012
Regelmäßige, wöchentliche Termine übersichtlich kompiliert.

Termine TV + Movie:
Interessante Fernseh-Hinweise für den Erscheinungszeitraum 23. Februar – 1. April 2012

XTRA!-TV- und Filmempfehlungen:
„Tödliches Schweigen“: Mittwoch, 07. März 2012, 23.35 Uhr, MDR
„Interview mit einem Vampir“: Donnerstag, 08. März 2012, 22.05 und 02.15 Uhr, VOX
„Schwulsein auf Italienisch“: Donnerstag, 08. März 2012, 23.10 Uhr, ARTE
„Vom Leben dazwischen“: Dienstag, 13. März 2012, 22.25 Uhr, 3SAT
„Erika – Der Mann, der Weltmeisterin wurde“: Dienstag, 13. März 2012, 23.30 Uhr, 3SAT

Alle relevanten Adressen in Wien und Umgebung

Alle relevanten Adressen aus den Bundesländern

Zahlreiche Klein- und Kontaktanzeigen

Und natürlich vieles, vieles mehr im neuen XTRA! 276

XTRA! 276 – ab 23. Februar 2012 präsent

Pünktlich! Punktgenau! Zuverlässig!

XTRA! 276/2012 – DAS EDITORIAL:

Editorial: 41 + 14 = 59! 

Tja, die Zeit, die ist ein sonderbar Ding! Durch sein Zahlenspiel im Titel hatte das Buch von Renata Juras, in dem die Handball-Trainerin über ihr Leben mit dem minderjährigen Ervin erzählt, einen für kurze Zeit gültigen Hintergrund bekommen.
Doch aus dem einst 14-jährigen Buben wird wohl im Juni 2012 ein immer noch etwas zu junger Vater werden – und die dazugehörige Mutter wird dann aber auch nicht mehr 41 Jahre alt sein. Das ungleiche Paar ist bei einem Teil unserer Regenbogen-Presse zum geschätzten Interview-Partner geworden und nicht erst seit Bekanntwerden der Schwangerschaft gibt es immer wieder Pressemeldungen mit Wortspenden der beiden. Die werdende Mutter bekommt positive Rückmeldungen eher von Männern als von Frauen, ist da zu erfahren.
Das wundert kaum, denn Frauen haben es nicht gerne, wenn ihresgleichen als Täterin auftritt, wo doch mit der Opferrolle um einiges mehr an medialem Effekt auszulösen ist. Männer hingegen beneiden den Buben um seine sexuelle „Initiation“ und ignorieren gerne den der Partnerschaft vorangegangenen Missbrauch. Jung-Ervin ergänzt, dass schwule Paare ihren Kindern sicher um einiges mehr zu erklären hätten als er und Renata dies später wohl müssen. Dass Frau Juras schon zwei Töchter im Alter von 15 und 20 Jahren hat, wird die Rechenspiele auch nicht einfacher machen.
Ganz abgesehen davon, dass diese Lovestory in anderen Staaten einen anderen Verlauf genommen hätte, zumal manche Rechtssysteme keinen Pardon kennen, wenn es um Sex mit Teenagern geht (selbst bei geringstem Altersunterschied zwischen großjährigen „Tätern“ und minderjährigen „Opfern“), bleibt die prinzipielle Frage zu dieser Liaison ohne Wenn und Aber folgende: Hätte sich ein schwuler 13-Jähriger in seinen Sportlehrer verliebt – welche Reaktionen würde er aus seiner Umgebung hören?
Da gäbe es kaum Bewunderung oder sexuellen Neid, denn so eine Paarung kann ja nur „Missbrauch“ bedeuten. Der ältere Partner könnte auch nicht stolz vom seitherigen jungen Glück berichten, er säße nämlich wohl im Knast! Jungen Schwulen wird nach wie vor vorenthalten, was in Hetero-Varianten für positiv konnotierte mediale Romantik sorgt: ältere Partner zu finden, ohne diese zu kriminalisieren!Die Redaktion