► Cover: „NYC World Pride 2019“ (Foto: Klaus Peter Frimmel-Walser / www.x-posed.at)XTRA!

► Cover Story: World Pride NYC 2019 + Stonewall 50

► EuroPride 2019: Together & Proud!

► CSD Bregenz: Vorarlbergs LGBTIQ-Pride 2019

► Love Loud: Linzpride 2019 – ein queerer Feiertag

► Gay Pride auf dem Wolfgangsee: Pride Boat der HOSI Salzburg

► Queer Boat Vienna: Wien – Greifenstein und zurück

► Robert Waloch in Zum Beispiel…: Schwulitäten

► Helmut Graupner in aufRecht: Ausländische Ehen

► Nicht nur die Nächte werden heiß: 12. Pink Lake Festival

► Hard X: Das Hard On feiert seinen 10. Geburtstag

► Balkan Love: Das brandneue Clubbing für die LGTIQ+-Community

► Lycrastorm – geil und eng: Die erste Ausgabe war ein großer Erfolg

► Vom Satyr geblasen: Fetish Baroque spielt Golden Age-Show in Graz

► Queens Brunch: The Royal Premiere @ Villa Vida

► Am____Strich: Wenn ein Stricher… – Geschichten, die das Szene-Leben schrieb

► Gossip, Gossip: Kurzarmhemden, Shorts & Sandalen

► Sommerbühne am Spittelberg (2): Der bunte Veranstaltungsreigen geht in die zweite Runde!

► Karl MayBe: Mit Schmetterhand und Silberbüchse @ Theater im Bunker

► Harriettes Küchenkastl: Süßes aus dem Big Apple

► Saison 18/19 Finale: Der XTRA!-Kulturspaziergang

► Au Bord du Lac Léman: Die XTRA!-Kulturreise

► Die Opernloge: Neues vom CD- und DVD-Markt

► Der XTRA!-Bücherschrank – Empfehlungen für den Reise-Sommer & die Sommer-Reise (2):
Ralf König: Stehaufmännchen; Mark Merlis: Halbstark; Martin Dannecker: Fortwährende Eingriffe – Aufsätze, Vorträge und Reden zu HIV und Aids aus vier Jahrzehnten; Brontez Purnell: Alabama; Stephan Phin Spielhoff: Der Himmel ist für Verräter; Neil Patrick Harris: Die Magischen 6 – Madame Esmeraldas Geheimnis; Marie-Theres Arnbom: Die Villen vom Traunsee; Harald Jöllinger: Marillen & Sauerkraut

► Österreich-Splitter & Community-News
Iris Eliisa Rauskala; Höchstgerichtliche Klärung; Missbrauch; Fußball ohne Homophobie; Zeit zu feiern und zu klagen; Hit-Aufreger; Ehe für alle; Verbot von Konversionstherapien;Life Ball-Erlös 2019; Facebook-Sperre für ImPulsTanz; Stefan Petzner in Zahlen; Yass-Party @ Why Not; Felixx-Brunch

► Splitter International:
US: Austria in USA; IS: X + Y + ?; GB: Beating for female couple; FR: Une nouvelle orientation?; IT: Sindaco transgender; CH: Questions d’amour?; TR: Volksgesundheit?; IL: Fig-Leave – NO!; TN: First time!; TW: Finally

► Veranstaltungen
Ausgewählte Community-Termine für den Erscheinungszeitraum (18. Juli – 25. August 2019)
Regelmäßige wöchentliche Termine farblich hervorgehoben!
(Terminerfassung in ausschließlicher Eigenverantwortung der Veranstalter!)

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DAS EDITORIAL

MAHNMAL – WIEDER EINMAL…?!

Im April 2020 soll eine Jury das Siegerprojekt eines Wettbewerbs bestimmen, der heuer von der Stadt Wien initiiert wurde, um mit einem Mahnmal an die homosexuellen Opfer der NS-Zeit zu erinnern. Als Standort wurde bereits der Resselpark fixiert. Alles andere soll sich in den kommenden Monaten klären. Die einstigen Querelen rings um das geplante Vorgänger-Projekt werfen aber weiterhin ihren nicht zu übersehenden Schatten…

1951 fand am Morzinplatz eine Kundgebung des KZ-Opferverbandes statt und es wurde ein Gedenkstein für die Gestapo- Opfer aufgestellt – die Stadt Wien übernahm dessen Schutz. 1985 wurde er durch ein neues Mahnmal ersetzt, das 1999 um einen Holzbalken mit einem schwarzen und einem rosa Winkel erweitert wurde, der damals aber mit den Ansprüchen der Opferverbände nicht übereinstimmte und somit wieder entfernt wurde…

Ein eigenes Mahnmal für homosexuelle NS-Opfer hätte 2007 entstehen sollen, es scheiterte aber an technischen Problemen. 2006 hatte eine kunterbunt zusammengesetzte Jury für Hans Kupelwiesers „Rosa Platz“ gestimmt, ein Wasserbecken, 20 x 20 Meter, mit dem Schriftzug que(e)r am Boden. Wer damals mit dabei war, erinnert sich an massive Bedenken gegen dieses Projekt. Beim misslungenen Versuch der Realisierung fanden alle ihre Bestätigung! Es lag nicht nur daran, dass keine alltagstaugliche Farbe gefunden wurde, auch die zuvor geäußerten – aber ignorierten – Bedenken, dass Wasser gemäß seiner physikalischen Eigenheiten im Winter gefrieren könnte, hatten ihren Anteil daran. Ein seitens der Initiatoren intern angedachtes Nachfolgeprojekt mit „Erinnerungssäulen“ wurde nie publik – es scheiterte im Frühstadium an statischen Problemen auf Grund einer unter der geplanten Fläche liegenden Tiefgarage…

Seither gab es mit temporären Mahnmalen drei Versuche der Erinnerung am Morzinplatz: 2010 Ines Dujaks „Mahnwache“, 2011 „Zu spät“ von Carola Dertnig und Julia Rode sowie 2013 „Schwule Sau“ von Jakob Lena Knebl. 2015 folgte dann noch das Metall-Gestänge-Labyrinth „raising the bar“ von Simone Zaugg am Naschmarkt. Alle diese „Installationen“ wurden von KÖR (Kunst im Öffentlichen Raum) umgesetzt und erstaunten vielerorts – auch auf Grund der dadurch entstandenen Kosten von etwa 160.000 Euro. Apropos Kosten: Auch für die Realisierung des Siegerprojektes und deren Organisation stehen wieder 300.000 Euro zur Verfügung, also ebenso viel wie schon vor 14 Jahren…

Wie auch immer: Im November 2019 wird nun die konstituierende Jury-Sitzung stattfinden, die über das endgültige Denkmal entscheidet; in dieser Jury sollen u.a. Künstler sowie Aktivisten & Verantwortliche der Communities, der Bezirke und der involvierten Magistratsabteilungen vertreten sein. Es bleibt zu hoffen, dass es dann keine Wiederholung einstigen Hickhacks geben wird – die toten und die wenigen noch lebenden Opfer hätten es sich jedenfalls verdient! XTRA! wurde übrigens – wie schon bislang – nicht zum Meinungsbeitrag eingeladen…

Die Redaktion