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EDITORIAL

Wie & wen wählten schwule Männer?

Die „Wiener Zeitung“ vom 29. August widmete sich dieser Frage und berichtete von einer Studie des Instituts für qualitative Marktforschung (IFQM), die sich per Mail an schwule und bisexuelle Männer wandte, um deren Wahlverhalten zu analysieren.

Ob das nun wirklich – wie im Artikel angegeben – 120.000 auf diversen Event-Plattform aktive Männer waren, bleibt ungewiss, das Sample dürfte jedoch ausreichend hoch gewesen sein für statistische Rückschlüsse. Aber angesichts der Studien-Resultate und der einen Monat später folgenden Realität bestätigte sich wohl wieder einmal der Einwurf: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hat“. Die größten Unterschiede zwischen den Vorwahl-Prognosen und den IFQM-Zahlen zeigten sich bei ÖVP und den Grünen. Türkis wäre nur für 19% der Männer eine wählbare Farbe (im Gegensatz zu 34% am Vorabend der Wahl). Umgekehrt lief der Trend bei Grün: da wurden bei IFQM aus den 11% der Prognose gar 24%. Bei SPÖ, FPÖ und NEOS kam es hingegen kaum zu größeren Prozent-Differenzen.

Am 10. September waren diese Studie und ihre Resultate auch Thema, als die HOSI zu einer Vorwahl-Diskussion ins Gugg lud, bei der sich junge Repräsentanten aller im Nationalrat vertretenen Parteien (mit Ausnahme der FPÖ) Fragen des Moderators Philipp Pestl stellten und dabei vor allem ihre Rhetorik beweisen konnten. Für Mario Lindner war das leider auch sein letzter Auftritt als Mandatar des Nationalrats. Alle anderen Podiumsgäste können nun versuchen, ihre im Gugg vorgestellten Ideen im Parlament zu realisieren – dass Benjamin Besirevic von der Liste JETZT nicht dabei ist, war wohl schon am 10. September klar.

Mit dem finalen Ergebnis der Nationalratswahl zur XXVII. Gesetzgebungsperiode kann sich die Community – je nach ihrer Farben-Präferenz – an acht Mandatare aus ihren Reihen wenden: Henrike Brandstötter und Yannick Shetty/NEOS, Nico Marchetti und Martina Kaufmann/ÖVP sowie viermal GRÜN: Meri Disoski, Faika El-Nagashi, Ewa Ernst-Dziedzic und David Stögmüller. Außerdem ist auch Marco Schreuder wieder im Bundesrat präsent.

Ob sich schwule Männer bei Wahlen nun tatsächlich so anders verhalten als ihre Hetero-Kollegen, darf – auch angesichts der bekannten Wahl-Endergebnisse – in Frage gestellt werden. Michael Hunklinger, Politik-Wissenschafter der Donau-Uni-Krems, wies mit seinen 2017 vorgelegten Zahlen aber darauf hin, dass lesbische Frauen klar zu GRÜN tendieren, da diese Partei bei Frauen-Themen insgesamt sehr breit aufgestellt ist.

Ein mögliches Wahlmotiv für die FPÖ sah Hunklinger darin, die Partei suggeriere, „gute Schwule gegen böse Ausländer muslimischen Glaubens zu schützen“. Nun, angesichts manch unliebsamer Vorfälle – auch in der Community! – mag das wohl ein Argument sein, am 29. September 2019 gab’s dafür aber bestenfalls ein blaues Auge!

Die Redaktion